Archiv für Juni 2011
SPD-OV Wellesweiler besichtigt die Biogasanlage des Wendelinushofs in St. Wendel
Biogas – Erneuerbare Energie mit Potenzial
Freundliche Gesichter, wohin man blickte. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Wendelinushofes in St. Wendel (80 behinderte und 100 nicht behinderte Menschen) sind mit dem Leben auf „ihrem Hof“ rundum zufrieden. Das spürten auch die Mitglieder der SPD-Wellesweiler, die der Biogasanlage, eingebunden in die Landwirtschaft des Wendelinushofes, einen Besuch abstatteten. „Die einzige erneuerbare Energiequelle, die sowohl zur Strom- und Wärmeerzeugung wie auch als Kraftstoff zur Verfügung steht, ist Biogas“, erklärte der Geschäftsführer des Werkstattzentrums für behinderte Menschen der Lebenshilfe gGmbH (WZB) Elmar Schneider, dessen Gesellschaft den Wendelinushof vor Jahren von den Steyler Missionaren übernommen hat. „Biogas entsteht bei der Zersetzung von organischem Material (in St. Wendel vornehmlich Gülle, Mais- und Grassilage). In der Biogasanlage wird den Reststoffen aus der Landwirtschaft das Metangas entzogen und zu einem Blockheizkraftwerk als Biogas weitergeleitet. Das Gas betreibt ein Verbrennungsmotor im Blockheizkraftwerk, der mit einem Generator verbunden ist. Die so erzeugte Elektroenergie , wird in das Stromnetz die bei den Stadtwerken St. Wendel eingespeist. Zusätzlich liefert das Heizkraftwerk Wärme, die größtenteils dazu dient, den Wendelinushof zu versorgen. Für erhöhten Wärmebedarf (z. B. in den Wintermonaten) steht eine Holzhackschnitzelanlage zur Verfügung. „Keine Rosen ohne Dornen“, so der SPD-Vorsitzende Gerhard Müller, der vor einem allzu schnellen Ausbau der Biogasgewinnung warnte. Er schloss sich dabei der Meinung von Gegnern der Atom- und Kohlekraft an, die befürchten, dass der Verspargelung der Landschaft durch Windräder die Vermaisung Deutschlands durch den Biogas-Boom folgt. Auch der Naturschutzbund (Nabu) Deutschland empfiehlt einen Ausbau mit Augenmaß.
SPD zu Besuch am Steinwaldgymnasium Neunkirchen
Eine lebenswerte Schule
SPD zu Besuch am Steinwaldgymnasium Neunkirchen
„In fünf Jahren sollten weitgehend alle Ausstattungswünsche erfüllt sein“, so der bildungspolitische Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion, Willi Kräuter, beim Besuch des Steinwaldgymnasiums in Neunkirchen. Mit ihm kamen weitere SPD-Bildungspolitiker aus Kreistag, Stadt Neunkirchen und der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) in der SPD, um sich ein Bild über die inhaltliche und bauliche Entwicklung der Schule zu machen. Die Schule war gut vertreten: Schulleitung, Personalrat, Eltern- und Schülervertretung waren da, selbst Hausmeister Engelhard, die gute Seele des Hauses.
Mit über 800 Schülerinnen und Schülern gehört das Steinwaldgymnasium zu den großen Schulen im Land. Zusätzlich zum regulären Unterricht werden zahlreiche Arbeitsgemeinschaften in einzelnen Fachrichtungen angeboten. Auffallend sind gleich drei AGs im musischen Bereich, nämlich die AG Musik, die AG Orchester und der Schüler-Eltern-Lehrer-Chor. Theater und Sport (Gerätturnen und Fußball) bilden weitere Schwerpunkte. Im Bereich Politik wurde gar ein Plenarsaal eingerichtet, der tatkräftig genutzt wird und bereits zu Auszeichnungen bei „Jugend debattiert“ beitrug. Aktuell ist die Schule stolz darauf, dass das Seminarfach „Energiequellen der Zukunft“ vom Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts (MNU) zum besten Seminarfach 2010 im gewählt wurde.
Neu zum kommenden Schuljahr ist die Einrichtung von zwei Betreuungsgruppen für den Nachmittagsbereich. Die Räume sind dafür bereits hergerichtet.
Schulleiterin Karin Weiskircher-Hemmer lobte den Landkreis als Schulträger. Auch in diesem Jahr werde wieder viel investiert. Erst kürzlich besuchte die neue Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider die Schule. Nicht nur sie war begeistert vom Engagement und der herrlichen Lage im Wald. Das seien lebenswerte und lernförderliche Bedingungen, so die Landrätin. Trotz der ausgelaufenen Konjunkturprogramme und der hohen Verschuldung öffentlicher Haushalte müsse weiter in Bauunterhaltung und Ausstattung investiert werden, um gute Lernvoraussetzungen zu sichern. Schließlich gelte die Bildung als wichtigste Voraussetzung für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Als Nächstes werden die Funktionsräume, so die EDV-Säle, der Erdkunderaum, ein Musiksaal und der Kunst- und Werkraum auf neuestes Niveau gehoben. In eigener Leistung baut die Schule die Fachräume aus.
Kräuter machte allerdings auch klar, dass die kommunalen Haushalte aufgrund der Schuldenbremse langfristig kaum mehr in der Lage seien, den Qualitätsstandard der Schulen zu halten, wenn die finanziellen Rahmenbedingungen nicht verbessert würden. So müsse insbesondere das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern in der Bildungspolitik wieder aufgehoben werden. Das Kooperationsverbot verhindere, dass der Bund klammen Ländern bei der Schulausstattung unter die Arme greife. Ebenso sollte der Solidaritätszuschlag für Ostdeutschland auch für notleidende Westländer geöffnet werden. Nicht zuletzt müsse die Landesregierung ihr Versprechen einlösen, so Kräuter, dass die durch den Rückgang der Schülerzahlen frei werdenden Personalmittel wieder in die Schulen investiert werden.
Teilnehmer/innen:
Schule
Karin Weiskircher Hemmer (Schulleiterin)
Sascha Schlicker (stv. Schulleiter)
Armin Claus (Abteilungsltr. Oberstufe)
Christian Braun (Abteilungsltr. Didaktik)
Marianne Olschewski (Personalrat)
Jana Wellner (Schulsprecherin)
Selina Schmidt (Oberstufensprecherin der Schüler)
Christiane Celebi (stv. Schulelternsprecherin)
Helmut Engelhard (Hausmeister)
SPD
Willi Kräuter (Kreistag, AfB)
Erwin Schönsiegel (Kreistag)
Sabine Fischer (Kreistag)
Bernd Thul (Kreistag)
Sven Kley (Kreistag)
Sigrid Yassami (AfB)
Michael Jakob (AfB)
Torsten Volz (KJHA)
Heiner Kühn (SPD NK)
Waltraud Muske (SPD NK)


