Hoffmann-Bethscheider: Hebammen mit Fonds unterstützen
„Nur 100 Euro mehr pro außerklinischer Geburt – das Vermittlungsergebnis der Schiedsstelle zur Höhe der Vergütung für Hebammen ist nicht ausreichend, um die enorm gestiegenen Prämien der Berufshaftlicht für Hebammen aufzufangen“, erklärt Cornelia Hoffmann-Bethscheider, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion.
„Da jede Hebamme jeden Monat nur ca. vier bis fünf Geburten betreuen kann, bleiben die zum 1. Juli von 2.370 auf 3.689 Euro gestiegenen Beiträge zur Berufshaftpflicht eine kaum zu schulternde Belastung. Um zu verhindern, dass weitere freiberufliche Hebammen die Geburtshilfe aufgeben und das Recht von Frauen auf eine freie Wahl des Geburtsortes und eine ungestörte Geburt gesichert bleibt, brauchen die Hebammen langfristig eine wirksame finanzielle Absicherung ihrer Tätigkeit. Bis dies erreicht ist, soll beim Bundesministerium der Gesundheit ein Fonds geschaffen werden, der die Freiberuflichen bei der Zahlung der Prämie unterstützt.“
Der saarländische Gesundheitsminister Georg Weisweiler sei aufgefordert, seinen Einfluss bei seinem Parteifreund, Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler, geltend zu machen, um das endgültige berufliche Aus für viele Hebammen zu verhindern.